Film „Well Done“ von Thomas Imbach
1994: In einem High-Tech-Betrieb sind über 1200 Leute damit beschäftigt, die täglichen Milliarden im schweizerischen Geldverkehr in Form von endlosen Datenströmen zu kontrollieren. Aus der Masse von Angestellten – aufgesogen vom labyrinthischen Gebäude, erschlagen von Sprachlawinen – tauchen einzelne Figuren auf: die Goldcard- Sachbearbeiterin, der Product Manager, die Abteilungsleiterin, der PC-Supporter, die Key Account Managerin, der Direktor.
Die Kamera folgt den unscheinbaren Gesten, Sprechweisen, Blicken. In der seriellen Montage zu einem dichten Bild- Ton-Gefüge verwoben, wird eine Welt erfahrbar, in der die subtile Gewalt der elektronischen Technologien die zwischenmenschliche Kommunikation formt und bis in die privaten Räume hinein ihre Spuren hinterlässt.
«Spät, sehr spät ist mit Well Done die postindustrielle schweizerische Arbeitswelt mit ihrem Diktat des Datenflusses,da das demjenigen des Fliessbands an Unerbittlichkeit wohl kaum nachsteht, nun endlich auch für den Film fruchtbar gemacht worden.» NZZ
«Ohne jedes Lamento, dafür mit absurder Komik führt Well Done die Totalherrschaft unseres Wirtschaftssystems vor: von der Telefonistin, die selbst mit den Kollegen im Kundenjargon spricht, über die Manager, die noch beim Jogging kalkulieren, bis zum Angestellten, der schon mit seinem Sohn im Sekundarschulalter eine Art Qualifikationsgespräch führt. Kein Film über die Bürowelt also, sondern über unser Leben – einer der besten seit langem.» TAGES ANZEIGER folgen.